In Niedersachsen gibt es bereits seit dem 13. April 2012 eine flächendeckende Rauchmelderpflicht in Wohnräumen. Dabei wird die Verpflichtung der Rauchmelder im Rahmen der Niedersächsischen Bauordnung § 44 Absatz 5 geregelt. Ablauf der Nachrüstungsfrist war der 31. Dezember 2015. Mittlerweile zeigen Statistiken, dass 65 Prozent aller niedersächsischen Haushalte mit einem Rauchwarnmelder versorgt sind. Welche Räume mit einem Rauchmelder ausgestattet werden sollten und wer für den Einbau der Warnmelder verantwortlich ist, klären wir im folgenden Beitrag.

Für den Einbau der Feuerwarnmelder trägt der Eigentümer / Vermieter Verantwortung. Der Einbau ist lediglich in bestimmten Räumen verpflichtend.

Keine Warnmelderpflicht für das Treppenhaus

Zu den Räumen, die keine Verpflichtung zur Installation eines Rauchmelders besitzen, zählen immer auch Treppenhäuser. In etlichen Fällen wäre ein Rauchmelder jedoch sinnvoll. Das liegt jedoch im Ermessen der Besitzer. Räume, in denen eine Pflicht zur Installation eines Rauchwarnmelders besteht in Niedersachsen, sind:

  • Schlafräume
  • Kinderzimmer
  • Flure als Rettungswege von Aufenthaltsräumen in Wohnungen

Der Eigentümer ist für den Einbau, die Wartung und die weiteren Pflichten verantwortlich, nicht der Mieter. Es finden sich mittlerweile aber auch Urteile, dass auch Mieter der Wohnungen die Batterien wechseln können. Erfahren Sie hier auch mehr zum Thema, was tun, wenn der Rauchmelder piept.

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Daten und Zahlen rund um Niedersachsen

Niedersachsen ist ein Bundesland im Nordwesten der Bundesrepublik, das über ein Flächenland von etwa 47.600 km² verfügt und damit nur hinter Bayern liegt. Mit 7,9 Millionen Einwohnen steht das Bundesland auf dem vierten Rang in Deutschland. Vor allem in den Großstädten wie Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Osnabrück und Oldenburg handelt es sich um bevölkerungsreiche Regionen. Was Eigentümer, Mieter und Vermieter bei der Rauchmelderpflicht beachten müssen, erfahren Sie immer auch unter http://rauchwarnmelderpflichten.de/.

Regelung in § 44 (NbauO) Absatz 5 Niedersächsische Bauordnung

In einer Wohnung müssen laut Niedersächsischen Bauordnung folgende Regelungen eingehalten werden:

„(5) 1 In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. 2 Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. 3 In Wohnungen, die bis zum 31. Oktober 2012 errichtet oder genehmigt sind, hat die Eigentümerin oder der Eigentümer die Räume und Flure bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. 4 Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder in den in Satz 1 genannten Räumen und Fluren sind die Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter, sonstige Nutzungsberechtigte oder andere Personen, die die tatsächliche Gewalt über die Wohnung ausüben, verantwortlich, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. 5 § 56 Satz 2 gilt entsprechend.“

(Quelle: http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=BauO+ND+%C2%A7+44&psml=bsvorisprod.psml&max=true)

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